Glossy – Vergangene Zeiten, auf Hochglanz poliert
Wenn Journalisten von den „goldenen Zeiten“ sprechen, sind immer sie gemeint: Zeiten, in denen große Stories gemacht wurden, in denen das Magazin auf seinem Höhepunkt stand und man für aufwändige Produktionen mit Weltstars um den Globus fliegen konnte. Ein Shooting in einem römischen Schwimmbad, im Zentrum die Fürstin von Monaco? Kein Problem.
Werner Bischof – Unseen Color
Er zählte zu den wichtigsten Schweizer Fotografen des 20. Jahrhunderts, seine Bilder überzeugen bis heute durch ihre Ästhetik und die klare Bildsprache: Die Rede ist von Werner Bischof. Mit nur 38 Jahren verunglückte er 1954 bei einem Autounfall in den Anden.
Ayako Rokkakus - Scenery in the process of being formed
Scenery in the process of being formed spiegelt Ayakos Rokkakus Erfahrung wider, Landschaften in ihr tägliches Leben einzubeziehen: das Licht einer neuen Stadt, die Texturen eines Marktes, den Rhythmus einer Küstenlinie. Diese Eindrücke sammeln sich leise an und werden zu Sinneseindrücken, denen sie mit derselben instinktiven, taktilen Herangehensweise begegnet, die auch ihr künstlerisches Schaffen prägt.
Schiaparelli - Fashion Becomes Art
Shocking Life heißt die 1954 erschienene und sehr empfehlenswerte Autobiografie von Modedesignerin Elsa Schiaparelli. Das Gleiche ließe sich im besten Sinne von ihrer Arbeit behaupten. Auch über 70 Jahre später wirkt beides radikal. Ihr Werk ist von ähnlicher Signifikanz für die Modewelt wie das ihrer großen stilistischen Gegenspielerin Coco Chanel.
Helmut Lang - Ein Visionär der radikalen Reduktion
Ein gewöhnlicher Museumsbesuch ist nicht zu erwarten, das dürfen wir schon versprechen. Das Museum für angewandte Kunst in Wien und Helmut Lang öffnen sich bis Anfang Mai für eine Séance De Travail, ein Arbeitsmeeting. Die Ausstellung ermöglicht unter dem gleichnamigen Titel Einblicke in den kreativen Prozess des österreichischen Ausnahmedesigners, ordnet seine Arbeit in den kulturellen Kontext ein und verspricht neue Perspektiven.
Some emotional transitions - Leise Übergänge und fragile Zwischenzustände
Manchmal sind es die feinen, oft übersehenen Verschiebungen, die unsere Wahrnehmung der Welt und unserer selbst grundlegend verändern. In der Galerie Fenna Wehlau öffnet sich mit der Ausstellung Some emotional transitions ein Raum für genau diese leisen Übergänge und fragilen Zwischenzustände. Sheila Furlan und Margit Hartnagel werfen aus einer dezidiert weiblichen Perspektive einen Blick auf das, was jenseits der Oberfläche liegt, und laden dazu ein, den Wunsch nach Eindeutigkeit gegen ein langsames, spürendes Wahrnehmen einzutauschen.
Floating Through Fragments – Die Meisterschüler Dresdens in Hamburg
Der Übergang von der Kunsthochschule in ein Leben als freie Künstler ist selten ein sanfter. Umso bedeutender sind Ausstellungen, die diesen Moment ernst nehmen. In der Drewes Galerie in Hamburg sind noch bis zum 18. Februar neun Absolventinnen und Absolventen der Universität Dresden zu sehen, die ihr Diplom bereits abgeschlossen haben.
Blickwechsel - Alex Feuerstein und Eglė Otto in der Galerie Burster
Was wir sehen, wenn wir vor einer Leinwand stehen, ist oft nur das Echo unserer eigenen Erwartungen. In der aktuellen Ausstellung Blickwechsel in der Galerie Burster unterlaufen Eglė Otto und Alex Feuerstein diese gewohnte Sicherheit. Ihre Arbeiten verweigern sich der schnellen Interpretation und fordern stattdessen einen Blick, der bereit ist, seinen festen Standpunkt aufzugeben. Hier wird die Malerei nicht als fertiges Ergebnis präsentiert, sondern als ein Zustand permanenter Bewegung.
Shifting the Silence – Die Stille verschieben
Manche Ausstellungen lassen sich nicht einfach im Vorbeigehen konsumieren, sie fordern eine andere Art der Aufmerksamkeit. Im Münchener Lenbachhaus ist derzeit mit Shifting the Silence – Die Stille verschieben ein Projekt zu sehen, das den Kern unserer Kommunikation und die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen, hinterfragt.
Kunst-Highlights 2026 - Die wichtigsten Ausstellungen
2026 verspricht zahlreiche Kunst-Highlights. Wir haben eine Auswahl an Ausstellungen, die Sie nicht verpassen sollten. Während die globale Kunstwelt gespannt auf die nächste Biennale von Venedig blickt, setzen Museen wie die Neue Nationalgalerie in Berlin oder das Victoria and Albert Museum in London mit monografischen Werkschauen neue Maßstäbe.
Eisfeld II - Olaf Nicolai im Palazzo Diedo
Pünktlich zum Olympiajahr 2026 setzt Olaf Nicolai im venezianischen Palazzo Diedo einen modernen Akzent gegen die barocke Tradition. Statt den Blick auf die prunkvollen Deckenfresken zu lenken, konfrontiert er die Besucher im monumentalen Bankettsaal mit der Installation Eisfeld II.
Pink Mirror Carousel - Carsten Höller in St. Moritz
Die Outdoor Installation Pink Mirror Carousel des renommierten Künstlers Carsten Höller fügt sich in diesem Winter auf dem Eisfeld des Kulm Hotel St. Moritz als rotierende, spiegelnde Intervention in die Engadiner Winterkulisse ein und öffnet einen Raum für neue Wahrnehmungen.
Das Einhorn - Eine Geschichte von Anmut, Obsession und Magie
Vielleicht ist es das Einhorn das einzige Wesen, das wir vermissen, obwohl wir ihm nie begegnet sind. Es entzieht sich, es lockt, und doch bleibt es stets im Bereich des Unsichtbaren, ein Schatten am Waldrand unseres kollektiven Bewusstseins
Modern Gotic - Zwischen Mystik und Manifest
War die Moderne wirklich ein kategorischer Abschied von allem, was davor lag? Die Wiener Albertina stellt sich diese Frage und tritt mit ihrer aktuellen Ausstellung Gothic Modern – Munch, Beckmann, Kollwitz den Beweis an, dass die großen Revolutionäre der Kunst ihre eigentliche Essenz in der Vergangenheit suchten.
Kai Harada – Die Momente zwischen den Dingen
Linien, wohin man auch blickt. Mal im großen Format, mal im kleinen, mal dick und dann wieder ganz fein. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt des in Tokio lebenden Künstlers Kai Harada, sein wichtigstes Stilmittel und sein Wiedererkennungsmerkmal.
Lichtblicke - More flowers for the dark times
Wenn die Welt kompliziert wird, wenn die Nachrichten düster erscheinen und der Alltag nach einer Pause verlangt, braucht es einen emotionalen Gegenentwurf. Einen Lichtblick, der die Sinne wachküsst und uns für einen Moment auf eine innere, magische Insel entführt. Wer ihn sucht, findet ihn in der Ausstellung More flowers for the dark times, einer Kooperation des Collectors Room Hamburg mit der Galerie Carolyn Heinz.
TransMutations – The Alchemy of the Self
Das Einfangen einer ganz besonderen Stimmung, einer fast zärtlichen, menschlichen Ausstrahlung von Skulpturen und ihre scheinbare Lebendigkeit, die durch ausgewählte Lichtsituationen, inszenierte Blickwinkel und Stimmungen der Jahreszeiten entsteht, sind zentrale Themen der aktuellen Ausstellung der Fotografin Nadine Dinter.
Die Oper als Partitur - Jorinde Voigt & die Hamburger Staatsoper
Die Hamburgische Staatsoper, ein architektonisches Statement der Nachkriegsmoderne, hat eine Metamorphose erfahren, die weit über bloße architektonische Auffrischungen hinausgeht.
Renaissance am Palais Royal - Die Fondation Cartier erfindet sich neu
Paris erhält ein neues kulturelles Glanzlicht. Die Fondation Cartier pour l'art contemporain verlegt ihren Sitz vom Boulevard Raspail in ein historisches Haussmann-Gebäude am Place du Palais Royal, unmittelbar gegenüber dem Louvre gelegen.
Grand Dessert - Lust auf Nachtisch
Vom traditionellen holländischen Vlaflip bis zum königlichen Dessertbuffet, von Baklava bis zu einer Charlotte Russe, von Pudding und Eiscreme bis zu köstlichen Torten: Die Geschichte und der Genuss von Desserts in Europa steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Kunstmuseum Den Haag. Eine unterhaltsame Kombination aus kunsthistorischen Objekten und kreativen Beiträgen von zeitgenössischen Künstlern sorgt für eine Ausstellung voller Überraschungen.