Kunst-Highlights 2026 - Die wichtigsten Ausstellungen
2026 verspricht zahlreiche Kunst-Highlights. Wir haben eine Auswahl an Ausstellungen, die Sie nicht verpassen sollten. Während die globale Kunstwelt gespannt auf die nächste Biennale von Venedig blickt, setzen Museen wie die Neue Nationalgalerie in Berlin oder das Victoria and Albert Museum in London mit monografischen Werkschauen neue Maßstäbe.
Constantin Brancusi: Die Erfindung der Moderne
In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers Constantin Brancusi seit über 50 Jahren in Deutschland. Die Ausstellung in Mies van der Rohes gläserner Halle vereint über 150 Arbeiten, darunter eine Teilrekonstruktion seines berühmten Pariser Ateliers. Eine seltene Gelegenheit, die radikale Reinheit seiner Skulpturen in diesem architektonischen Rahmen zu erleben.
20. März bis 09. August 2026
Neue Nationalgalerie | Potsdamer Straße 50 | 10785 Berlin
61. Biennale di Venezia: In Minor Keys
Unter dem Titel In Minor Keys verwandelt die 61. Internationale Kunstausstellung Venedig erneut in das Zentrum der zeitgenössischen Kunstwelt. Die ursprünglich von Koyo Kouoh kuratierte und von ihrem Team weitergeführte Ausstellung rückt leisere, oft übersehene Diskurse und Randphänomene in den Fokus und verwandelt das Arsenale und die Giardini in eine Bühne für die drängendsten globalen Fragen.
9. Mai bis 22. November 2026
La Biennale di Venezia | Giardini & Arsenale | Venedig
Marina Abramović: Balkan Erotic Epic
Im Zentrum der Ausstellung von Marina Abramović im Berliner Gropius Bau steht ihr fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands. Die Ausstellung verwebt filmische Installationen mit Live-Performances und nutzt die Folklore ihrer Heimat als Folie für universelle Fragen nach Schmerz und Intimität.
15. April bis 23. August 2026
Gropius Bau | Niederkirchnerstraße 7 | 10963 Berlin
Manifesta 16 Ruhr: This is not a church
Die 16. Ausgabe der europäischen Wanderbiennale Manifesta bespielt das Ruhrgebiet und rückt unter dem konzeptionellen Rahmen des Architekten Josep Bohigas die Transformation leerstehender Nachkriegskirchen in den Fokus. An zwölf sakralen Orten in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum entstehen künstlerische Interventionen, die das Erbe der Region mit Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, urbaner Neunutzung und ökologischer Zukunft verknüpfen. Die Ausstellung versteht sich als nomadische Plattform, die über klassische Ausstellungsformate hinausgeht und die lokale Gemeinschaft aktiv in den kreativen Prozess einbezieht.
21. Juni bis 4. Oktober 2026
Zentrale: St. Josef Kirche | Ückendorfer Straße/Ecke Virchowstraße | 45886 Gelsenkirchen (sowie 11 weitere Standorte im Ruhrgebiet)
Paula Modersohn-Becker: Happy Birthday
Anlässlich ihres 150. Geburtstags widmen das Albertinum in Dresden, die Bremer Museen (Böttcherstraße und Kunsthalle) sowie die Worpsweder Kunststätten der Wegbereiterin der Moderne eine beispiellose Kooperation. Während Dresden ihren Einfluss auf die europäische Avantgarde beleuchtet, konzentrieren sich die Bremer und Worpsweder Ausstellungen auf ihre radikalen Porträts und die Verbindung zur norddeutschen Landschaft.
Februar bis Juni 2026
Albertinum (Dresden), Museen Böttcherstraße (Bremen und Kunsthalle) und Worpsweder Museen
Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
Die Alte Nationalgalerie würdigt den Visionär Paul Cassirer, der den französischen Impressionismus gegen alle Widerstände in Deutschland etablierte. Gezeigt werden über 100 Spitzenwerke von Monet bis Van Gogh, die einst durch seinen legendären Salon gingen und die deutschen Sammlungen maßgeblich modernisierten.
22. Mai bis 27. September 2026
Alte Nationalgalerie | Bodestraße 1-3 | 10178 Berlin
30 Jahre Hamburger Bahnhof
Berlins Zentrum für Gegenwartskunst feiert drei Jahrzehnte mit acht neuen Ausstellungen und einem 30-stündigen Festwochenende im November. Künstlerische Schwerpunkte bilden unter anderem Präsentationen von Shilpa Gupta, Ryuichi Sakamoto und Sophie Calle.
Ganzjährig 2026 (Highlight-Wochenende: 13. bis 15. November 2026)
Hamburger Bahnhof | Invalidenstraße 50-51 | 10557 Berlin
Kerry James Marshall: The Histories
Das Kunsthaus Zürich zeigt die erste umfassende Werkschau des US-Künstlers im deutschsprachigen Raum. Marshalls monumentale Gemälde fordern den westlichen Kanon heraus, indem sie schwarze Identität mit technischer Brillanz ins Zentrum rücken.
27. Februar bis 16. August 2026
Kunsthaus Zürich | Heimplatz | 8001 Zürich
Michel-Ange / Rodin: Corps vivants
Der Louvre widmet sich dem spannenden Dialog zwischen den monumentalen Skulpturen von Michelangelo und Auguste Rodin. Die Ausstellung Lebende Körper beleuchtet, wie beide Künstler die menschliche Anatomie nutzten, um tiefe Emotionen, Kraft und Zerbrechlichkeit in Stein und Bronze zu bannen.
15. April bis 20. Juli 2026
Musée du Louvre | Rue de Rivoli | 75001 Paris, Frankreich
Elsa Schiaparelli: Fashion Becomes Art
Das V&A feiert das Erbe der surrealistischen Modepionierin. Die Ausstellung beleuchtet ihre legendären Kollaborationen mit Salvador Dalí und zeigt Mode als Medium radikaler künstlerischer Performance.
28. März bis 1. November 2026
Victoria and Albert Museum | Cromwell Road | London, SW7 2RL
Barcelona Moderna: Von Gaudí bis Picasso
Die Kunsthalle München entführt in das Barcelona um 1900. Die Ausstellung zeigt die Verbindung von visionärer Architektur und dem frühen Schaffen Picassos in einer Ära des radikalen Aufbruchs.
23. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027
Kunsthalle München | Theatinerstraße 8 | 80333 München
Tanz! Eine Geschichte der Bewegung
Von Degas’ Ballerinen bis zu zeitgenössischen Videoinstallationen: Die Kunsthalle Mannheim untersucht die Faszination für körperliche Dynamik und das Festhalten flüchtiger Momente in der Kunst.
Frühjahr bis Sommer 2026
Kunsthalle Mannheim | Friedrichsplatz 4 | 68165 Mannheim
Der Dackel. Eine Ikone geht Gassi
Die Kunsthalle Bremen beleuchtet den Dackel als treuen Begleiter von Genies wie Picasso, Warhol und Hockney. Eine kulturgeschichtliche Ausstellung zwischen Jagdhund-Tradition und Popkultur-Phänomen.
31. Oktober 2026 bis 28. März 2027
Kunsthalle Bremen | Am Wall 207 | 28195 Bremen